Montag, 27. April 2009

Australien Blue Mountains, Port Macquarie, Canberra

22.04.09
Auf dem Weg in die Blue Mountains! In Katoomba (einem kleinen Ort in den Blue Moutains) fanden wir ein wirklich super gemuetliches Hostel. Es hat Platz fuer rund 20 Personen und wird von einer Familie gefuerht, die im selben Haus wohnt. Auf der Fahrt durch Katoomba passierten wir einen Echopoint und eine Steinformation namens "die drei Schwestern". Morgen haben wir uns vorgenommen eine Wanderung durch die Blue Mountains zu machen, sofern uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Der Nachmittag wurde gemütlich im Hostel verbracht, da es doch teils regnete. Stefan hat größtenteils geschlafen, da er doch noch muede von den bisherigen Tagen war.


23.04.09
Da Stefan gestern Abend schon um halb acht im Bett war , war er natürlich heute Morgen der Erste, der wieder wach wurde. Endlich ausgeschlafen und voller Unternehmungsdrang gings zum Evans Lookout und dann knapp 2,5 Stunden durch den Grand Canyon. Die Gegend ähnelt wirklich dem Grand Canyon. Der einzig grosse Unterschied ist, dass hier alles tropisch gruen und bewaldet ist. Der Wandertrack war wirklich super, zumal wir ausnahmsweise mit dem Wetter Glueck hatten. Nach diesem "kleinen" Spaziergang fuhren wir noch ein wenig offroad zum Blazers Lookout. Dieser ist beruehmt fuer seine steil abfallenden Klippen. Es ist schon ein mulmiges Gefuehl wenn man so am Abgrund steht und es ca. 200m gerade in die Tiefe geht. Zumal der Abgrund nicht gesichert ist und einige Felsen nicht gerade den stabilsten Eindruck machten. Den Abend verbrachten wir vor dem Kamin im Hostel und spielten ein wenig Poker oder lasen Buecher.

(Bilder Evans Lookout und Grand Canyon)

24.04.09
Heute trennten sich wieder unsere Wege. Während Gregor und Susi der Einladung von Peter folgten und nach Canberra zurückfuhren, machten sich Simone und Stefan in Richtung Byron Bay auf.

Susi und Gregor:
Gestern Abend lernten wir im Hostel noch Peter kennen. Er ist Architekt und Archäologe und ist geschäftlich hier in Katoomba. Nach etwas Smalltalk lud er uns gleich zu sich nach Canberra ein, um mit ihm und seiner Familie am Samstag ANZAC-Day zu feiern (ANZAC steht für 'Australian and New Zealand Army Corp'. Der ANZAC-Day ist ein offizieller Feiertag an dem an die gefallenen Soldaten gedacht wird). Nach etwas Überlegen nahmen wir die Einladung an. Nachdem Simone und Stefan Richtung Byron Bay aufgebrochen waren, vertrieben Gregor und ich uns die Zeit in Katoomba. Um 16:00 Uhr fuhren wir dann gemeinsam mit Peter zurück nach Canberra.

Simone und Stefan:
Nach dem Fruehstueck packten wir noch unsere 7 Sachen zusammen und fuhren Richtung Port Macquarie. Auf dem Weg dorthin bemerkten wir, dass sich unser Seitenspiegel langsam aber sicher verabschiedet. Auf einem Parkplatz wollte Stefan ihn reparieren, doch aufgrund des Werkzeugmangels konnte er nur teilweise fixiert werden. Nebenbei verlor Stefan auf dem Parkplatz noch seine Sonnenbrille. Das bemerkten wir aber erst als wir wieder auf dem Highway waren. Nach 20min haben wir es zurueck auf den Parkplatz geschafft. Von der Brille jedoch leider keine Spur - irgendjemand freut sich jetzt ueber eine super Sonnenbrille. In Katoomba hat man uns ein gutes Hostel (Ozzi Pozzi) empfohlen und es ist wirklich super. Wir kammen so gegen 19.00 dort an und das erste was man uns fragte war, ob wir noch mit ins Pub moechten - was fuer eine Frage = klar kommen wir mit! Wie wir erst ein wenig spaeter bemerkten kam die Einladung vom Hostelbesitzer, der mit am Tisch saß. Ein Richtiges Orginal (Phil)! Wer an seinem Tisch sitzt muss Englisch sprechen, kostet sonst 10 Dollar und er nimmt jeden neuen Gast zuerst mal so richtig auf die Schippe. Dabei war auch Sue, eine alte Weltenbummlerin. Sie reist wenn immer sie kann in der Welt herum. In diesem Hostel ist man nicht lange alleine! Denn jeder der sich nicht so wirklich traut wird sofort von Phil dem ganzen Hostel vorgestellt.


25.04.09
Gregor und Susi:
ANZAC-Day. Da wir am Dawn-Service teilnahmen, hieß das für uns: Tagwache um 4:15 Uhr! Ihr werdet es kaum glauben, aber wir haben es wirklich geschafft. Um 4:45 Uhr ging es zum War-Memorial der Stadt, wo sich schon ein paar 1000e mit Kerzen versammelt haben. Das Wetter ist genau richtig für solchen Anlass ... düster, windig, kalt, leicht regnerisch. Der Dawn-Service ist wie eine stark abgespeckte Messe mit Gedenkminute und Kranzniederlegung. Um ca. 7:00 Uhr waren wir wieder zu Hause, leicht durchgefrohren und nass. Doch als Entschädigung gab es ein großes Frühstück zu dem noch Freunde und Nachbarn eingeladen wurden. Alles in allem waren wir ca. 15 Leute. Am Nachmittag waren wir bei Frank und Sue (Freunde von Peter und Amanda) zum Tee eingeladen. Am Abend besuchten wir das Uni-Kino.

Simone und Stefan:
Heutiger Tag = Perfekt!
Schon frueh am Morgen gings mit Annika und Simone zum nahegelegen Fluss. Dort warteten wir noch ein wenig bevor unser Guide fuer die gebuchte Kajaktour kam. Ein richtiger Australier - zur Begruessung ein paar Witze und mit 2 anderen Australiern gings dann auf den Fluss. 2 Minuten spaeter schwammen die ersten Delphine neben uns her. So gut 1,5m vom Kajak entfernt kammen sie immer wider an die Oberflaeche. Einfach genial die Tiere so nah zu erleben. Nach diesem ersten Erlebnis sind wir in einen Mangovensumpf gepaddelt bzw. haben uns durch gekaempft! Dort sahen wir massen von Flughunden und waterdragons. Danach gings den Fluss hinunter zum Meer. Dort legten wir eine klassische Strandladung hin. Besser gesagt wir liesen uns von einer meterhohen Welle an Land Spuehlen. An der Stelle wo der Fluss ins Meer muendet ist eine ziemlich starke Stroemung - was den Australier aber nicht wirklich abschreckte. Der Sprang gleich kopfueber, neben den Felsen, ins Wasser. Simone und Annika gingen dann auch am Sandstrand ins Wasser. Als wir einen Rochen (1m Durchmesser) sahen sprang der Australier sofort hinterher um ihn zu erwischen. Zum Glueck fuer den Rochen war er ein wenig zu langsam. Auf den Strand zu kommen war ja nicht so schwer mit einer meterhohen Welle im Ruecken. Nur das Zurueck wird etwas schwieriger. So haben wir unser Kajak ein wenig ins Meer geschoben und sind dann gegen die Wellen gepaddelt! Zum Schluss kam dann noch der anstregenste Teil - gegen die Flussstroemung zurueck paddeln. Waehrend der Fahrt machten wir noch etliche Wasserschlachten mit den Paddeln bis wir wirklich alle komplett nass waren. Leider gibt es von der ganzen Tour keine Fotos! Simones und meine Kamera sind leider nicht wasserdicht. Fuer den Nachmittag wollten wir endlich mal Surfen oder besser gesagt Boogieboard ausprobieren. So haben wir uns im Hostel noch schnell ein paar Bogieboards ausgeliehen und sind an den Strand gefahren. Auf der Fahrt haben wir noch kurz im Koala Hospital halt gemacht um die niedlichen Tiere mal aus der Naehe zu sehen. Und dann,dass erste mal so richtig mit 1,5m hohen Wellen surfen! Einfach nur genial - und was fuer ein Spass ! ! ! ! Nach rund 3 Stunden, als die Sonne schon untergegangen war, haben wir unsere Boards in den Kofferraum geschmissen und sind mit nassen Badesachen und voller Salz zurueck zum Hostel gefahren. Duschen, Essen und ein kaltes Bier - kann ein Tag besser enden?

26.04.09
Gregor und Susi:
Nach einem netten Wochenende mit neu gewonnen Freunden in Canberra war heute wieder der Tag der Abreise - wir müssen ja 2 Mitreisende wieder einholen. Wir hatten den Vormittag noch Zeit und besuchten gemeinsam mit Peter und Amanda das War-Memorial (nachdem wir das beim letzten Besuch ausgelassen hatten). Zu Mittag verließ dann unser Zug Canberra. Nach 4 1/2 Stunden Fahrt kamen wir in Sydney an. Dort hatten wir noch ein paar Stunden bevor unser Greyhound-Bus von der Central Station nach Byron Bay abfuhr. Die Nacht wird spannend, denn wir haben eine 13stündige Busfahrt vor uns.

Simone und Stefan:
Heute Morgen mussten wir leider Port Macquarie verlassen und sind Richtung Byron Bay gefahren. Waehrend der Fahrt war nicht wirklich etwas bessonderes. Angekommen in Byron Bay suchten wir gleich unser Hostel auf - was fuer ein Loch! Das erste Zimmer das man uns gab stank dermasen das wir ein neues verlangten. So sind wir in einem 16er Zimmer gelandet in dem zum Glueck nur 3 andere Maedels waren. Fuer uns war gleich klar das wir hier keine zweite Nacht bleiben oder gar gleich weiterfahren nach Coolangato. Als wir so auf der Terasse sassen kamen wir noch mit einem Maedel aus Deutschland ins Gespraech. Mit ihr zusammen sind wir dann noch was trinken gegangen.
In einer Bar lernten wir dann noch zwei Deutsche und einen Schweizer kennen. Vieleicht sieht man den einen oder anderen auf dem mardy grass festival in Nimbin ja wieder.