Sonntag, 22. November 2009

USA - Kalifornien (Susi und Gregor)

10.11.09
Gestern haben wir nicht viele Kilometer gemacht, daher sind wir heute zeitig aufgestanden, um den Tag zu nutzen. Heutiges Ziel: Der Death Valley National Park. So fuhren wir an Las Vegas vorbei durch die Wüste von Nevada nach nach Kalifornien. Der Park liegt schon in dem Bundesstaat, wo Arnold regiert. So sagten wir Nevada good bye. Wir sind kaum in den Park gefahren, da änderte sich die Landschaft schlagartig. Gut, wir sind von einer Wüste in die nächste. Aber die Wüste außerhalb des Tals ist einfach eine gähnende leere Ebene, der Park ist gebirgig und - wie der Name schon sagt - liegt ein Tal in seiner Mitte. Das Death Valley war einaml ein grosser Salzsee, der austrocknete und Salz an der Oberfläche hinterlies. Genau dieses Salz macht das Tal zum Tal des Todes weil der Gehalt so konzentriert ist, dass dort kaum etwas leben kann. Dazu kommen Temperaturen um die 50° C im Sommer. Das Salz bildet unterschiedliche Strukturen am Talgrund die man bei kurzen Wanderungen bestaunen kann. So zum Beispiel am Devil's Golf Course, wo grosse Salzbrocken den Boden zu einer extrem unwegsamen Ebene transformieren. Bei genauem Hinsehen konnten wir die feinen Salzkristalle und -strukturen gut erkennen. Der Badwater Point ist der tiefste Punkt der USA mit ca. 80m unter dem Meer. Kaum zu glauben, dort fließt sogar ein kleines Rinnsal mitten in der Salzwüste. Es wäre nicht Amerika, wenn nicht mitten in der Einöde auch ein Golfplatz samt Resort anzutreffen ist. Bei der Farht aus dem Park haben wir dann auch die mit Wüsten eng asoziierten Sanddünen entdeckt, die aber nur in einem kleinen Areal zu sehen sind. Die Sonne versank langsam hinter den Bergen und wir fanden schließlich einen Platz abseits des Highways, um was zu kochen und uns in die Federn zu schmeißen.

(Bilder Death Valley National Park)

11.11.09
Noch zwei National Parks wollen wir besuchen, heute gehts in den Sequoia National Park. Das sehenswerte an dem Park ist die dichte Ansammlung an Sequoia Bäumen, den größten der Welt. Es gibt wohl höhere, oder dickere Bäume, die Sequoias haben aber das meiste Volumen. Der größte von ihnen - General Sherman genannt - ist unglaubliche 2200 Jahre alt, über 60m hoch und hat 13m Umfang. Damit könnte man ein paar Winter heizen. Auch diese Bäume leben nicht ewig und einige der Riesen liegen in der Gegend herum. Ein Baum fiel über eine Strasse, kurzerhand hat man einen Tunnel in den Baum gemacht....Ein früher Forscher und Abendteurer hat sich in einem gefallenen Baum eine Hütte gebaut... Diese Dinge geben Aufschluss über die Größe der Pflanzen. Die Fahrt durch die Berge zurück in die Ebenen von Kalifornien zog sich und da das Wetter schlechter wurde haben wir vom geplanten Campplatz auf ein Motel gewechselt. War eine gute Idee, die Nacht im Bus wäre kalt geworden.

(Bilder Sequoia National Park)

12.11.09
Wir freuten uns auf ein echtes Highlight auf unserem Weg - dem Besuch des Yosemite National Parks. Als wir aus dem Fenster schauten regnete es. Eh klar, genau jetzt. Naja, da wir noch in die Berge mussten, hofften wir, dass es dort nicht regnet. Wir hatten recht, es schneite! So viel zu den geplanten Wanderungen. Nichtsdestotrotz sind wir durch das Tal gefahren, das trotz der Wolkendecke sehr beeindruckend war. Leider konnten wir den berühmten Blick in das Tal nicht genießen. So haben wir uns bald wieder aufgemacht und sind noch ein gutes Stück Richtung Napa Valley gefahren. Der Besuch des bekannten Weingebiets ist unser Ersatzprogramm für morgen. Gegen Sonnenuntergang haben wir einen Campplatz bei Rio Vista gefunden. Das Gebiet ist von Kanälen durchzogen an denen unzählige Marinas liegen. Nach einem guten Eintopf haben wir uns wieder in unseren Bus verkrochen.

(Bilder Yosemite National Park)
(Video Schneefall)

13.11.09
Gleich nach dem Frühstück sind wir den Highway entlang ins Napa Valley gedüst. Dei herbstliche Farben in den flächendeckenden Weingärten gaben ein schönes Farbspiel ab. Im visitor Center in Napa haben wir uns Gutscheine für eine Verkostung im Weingut Beringer geholt. Auf dem Weg haben wir bei einigen Weingütern angehalten und einen Rundgang gemacht, u.a. Robert Mondavi und Opus One. Bei Beringer haben wir dann auch eine Tour in die Weinkeller gemacht und drei Weine verkostet, einen Sauvignon Blanc, einen Merlot und einen Sparkling Wine, wie ihn unsere amerikanischen Freunde nennen. Die Weine waren nicht schlecht, aber vom Hocker haben sie uns auch nicht gerissen. Schöne Tage vergehen leider immer viel zu schnell und schwupsdiwups war auch dieser Tag fast wieder um. So machten wir uns nach San Francisco auf. Pünktlich zum Sonnenuntergang fuhren wir über die Golden Gate Bridge. Unser angepeiltes Hostel war nicht weit entfernt. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf die Golden Gate Bridge und dem berühmten Gefängnis Alcatraz, in dem schon Al Capone festsaß.

(Bilder Napa Valley und Fahrt nach San Francisco)

14.11.09
San Francisco - here we are! Heute gings auf Stadterkundung. Da wir nicht weit von der Fisherman's Wharf und den Pieren entfernt wohnen, war dies unser erstes Ziel. Wir drängten uns teils durch die Touristenmassen und machten uns blad auf zu einem der 3 Gründerhügel San Francisco's: dem Telegraph Hill. Über steile Stiegen, vorbei an bunten, alten Häusern erklommen wir den Hügel und erreichten den "Coit Tower" von dem man einen schönen Ausblick über die Stadt und die Bay von San Francisco hat.Über Chinatown gings dann weiter nach Downtown, wo wir uns mit einer alten Bekannten aus Alaska wieder trafen: unsre Julia! Mit ihr erkundeten wir den restlichen Teil nördlich von Downtown und besuchten die aus Filmen bekannte "Lombard-Street", die sich den Hügel hinunterschlängelt. Eine Calbe Car Fahrt in San Francisco darf man natürlich auch nicht verpassen und so gings damit zurück nach Downtown, wo wir uns dann einen hervorragenden Burger gönnten. Heute Abend stand mit Julia noch eine Party im Stadtteil Lower Haights an. Wir fühlten uns wieder in unsere Auslandsstudiumzeit zurückversetzt, denn auf der Party waren nur Austauschstudenten aus Norwegen und Dänemark.

(Bilder San Francisco Tag 1)
(Video Cable Car Ride)

15.11.09
Zum Ausschlafen hatten wir nicht viel Zeit, da es heute leider schon unser letzter Tag in San Francisco ist. Nachdem einer unserer Busse ausgefallen ist und der zweite recht spät kam, beschlossen wir die eingeplanten Twin Peaks auszulassen und direkt in den Stadtteil Haights/Ashbury zu fahren. Dies ist der alte Hippie-Stadtteil. Hier sind die Häuser schriller und noch bunter als im restlichen San Francisco und ein Vintage-Laden und Second-Hand-Laden nach dem anderen reiht sich hier auf. Hier haben wir uns auch wieder mit Julia getroffen und haben den Nachmittag gemühtlich miteinander verbracht. Einen weiteren Schauplatz von Film und Fernsehen konnten wir uns nicht entgehen lassen: die Painted Sisters. Eine Häuserreihe von bunten, kleinen Holzhäusern, von denen man gut auf Downtown San Francisco sieht. Danach hieß es leider Abschied nehmen von Julia und der schönen Stadt! Mit unserem Camper ging es ca. 50 km hinaus aus der Stadt - in die Half Moon Bay. Von hier aus starten wir morgen unseren Roadtrip über Highway 1 runter nach L.A.

(Bilder San Francisco Tag 2)

16.11.09
Von der windigen Half Moon Bay gings weiter nach Santa Cruz, wo wir im Visitor Center mit Tipps versorgt wurden. Wir fuhren zuerst in die Hügel hinter der Stadt zur Universität um einen tollen Blick über die Bucht von Monterey zu haben. Dort genossen wir die Sonne bis wir uns zur Küstenstrasse aufmachten und diese von West nach Ost abfuhren. Ein Häuschen hier ist sicher nicht schlecht. Dann überkam uns der Hunger und wir steuerten den nächsten Beach Park an, wo wir unseren Griller auspacken und etwas Reis mit zwei Doseneintöpfen zubereiteten. Nach dem leckeren Essen haben wir noch einen kurzen Spaziergang am Strand gemacht und sind dann gegen Abend nach Monterey gefahren, wo wir einen privaten Campplatz in den Hügeln der Stadt gefunden haben. Zum Einschlafen hörten wir die Seelöwen vom nahegelegenen Strand rufen (wenn man das so nennt).

(Bilder Santa Cruz)

17.11.09
Heute wollen wir das landschaftlich interessanteste Stück des Highway 1 befahren - die Big Sur Küste. Zuerst haben wir noch eine Stadtrunde in Monterey gemacht, aber die Stadt hat wenig zu bieten. Als Einstimmung auf die wilde Küste sind wir in den Point Lobos State Park gefahren und haben dort die Küste und seine Bewohner bewundert. Danach gings auf Richtung Süden. Kaum haben wir die Monterey Halbinsel verlassen gings auch schon los. Ein Blick war spektakulärer als der andere. Wie Simone und Stefan können wir nur sagen: Bilder!!! Im Örtchen Big Sur haben wir eine kleine Wanderung gemacht und dank gratis Internet noch ein Motel für den Abend in der Morro Bay gebucht. Dann gings die faszinierende Küste weiter zu den McWay Falls, wo ein kleiner Wasserfall direkt auf den Strand fällt - wie im Paradis. Auf dem weiteren Weg schwang sich plötzlich ein riesiger Vogel von der Klippe neben der Straße. Wir hielten sofort an, um das kreisende Tier zu beobachten. Susi hat den Vogel gleich als Kondor identifiziert. Einen dieser seltenen Vögel zu sehen hat unseren tollen Tag noch verbessert. Als sich die Sonne zum Horizont wandte haben wir angehalten und etwas gekocht. Die Stimmung war romantisch und wir genossen den Moment. Nach dem Abwasch (wie unromantisch...) haben wir uns in unser Motel aufgemacht, wieder mal von Indern geführt.

(Bilder Hwy 1 Big Sur)

18.11.09
Auf, auf, wir haben einen Termin in Los Angeles. Susis Zimmerkollegin aus unserer Zeit in Hongkong lebt in LA. Das ist auch schon vier Jahre her und wie freuen uns auf ein Wiedersehen. Auf dem Weg nach LA haben wir noch einen Stopp in Santa Barbara gemacht. Das Städtchen ist wirklich schön, besonders die Gebäude im mexikanischen Stil haben uns gefallen. In einer Shopping Mall in Beverly Hills haben wir uns mit Katty getroffen und sind essen gegangen. Nach drei Stunden sind wir dann darauf gekommen auch mal ein Foto zu machen....Das Essen in der Cheese Cake Facotry war super, zur Nachspeise gabs natürlich eine fabelhafte Torte. Nach der Verabschiedung mussten wir unseren Donald (der Bus) zurückbringen. Der Verkehr von LA verschlang uns in seinem Chaos und wir brauchten für 13km eine ganze Stunde. Mit dem Taxi gings zum Motel beim Flughafen in Burbanks, von wo wir morgen nach Miami aufbrechen.

(Bilder Santa Barbara, Essen mit Katty)

19.11.09
Hasta la Vista, Westküste, es war sehr sehr schön bei dir. We are going to Miami! Unser Tag bestand aus warten, fliegen, warten, in einem defekten Flieger zwei Stunden warten, wieder aussteigen, auf eine neue Maschine warten, wieder fliegen und Taxi fahren. Das übliche halt. Um 23 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hostel in Miami Beach. Zum Abschluss des Tages und zur Einstimmung auf eine Woche Nichtstun gönnten wir uns einen Cocktail.